Gott versuchen heißt, wenn man die von ihm zur Verfügung gestellten Mittel verschmähen wollte, um auf Wunder zu warten.

Ignatius von Loyola

Was war

Der Traum von einem wir, das immer vielfältiger wird

GCL Netzwerk Migration der GCL Europa in Lille / Frankreich (September 2021)

Zu Austausch, zum Gebet und um ein neues CORE-Team zu wählen trafen sich 18 GCLer*innen in Lille / Frankreich vom 24. – 26. September 2021. Das Motto war “ein immer größeres WIR”, welches Papst Franziskus für den 107ten Flüchtlingeswelttag 2021 gewählt hatte und der genau auf diesen Termin gefallen ist. Mit achtzehn anwesenden Teilnehmern und drei virtuell zugeschalteten erlebten wir dieses WIR sehr lebendig. Wir teilten unsere Erfahrungen, erzählten von den Projekten zuhause und formulierten unsere Hoffnungen in einem Kurz-Video, Details unter:

Onlinemeeting Offenes Netzwerk 2020

“Bei (Gott) Corona sind alle Menschen gleich”

Geplant war ein WE des “Offenes Netzwerk Migration” in Bonlanden. Dieses musste pandemiebedingt leider abgesagt werden und wir trafen uns für drei Stunden viaZoom.

Wochenende “Fluchtgestalten – Flucht gestalten” (22.-24.11.2019)

Wir trafen uns zu zehnt im schönen Cursillo-Haus St. Jakob in Oberdischingen. Wir begannen mit dem Abendessen und genossen am Wochenende(WE) stets liebevoll und frisch zubereitete Mahlzeiten. Danach stellten wir uns gegenseitig vor und teilten uns die Erwartungen für das WE mit. Vor dem Abendgebet wurden noch zwei Fluchtgeschichten aus der Bibel vorgestellt, nämlich die von der Gottesmutter Maria und die von Mose.

Samstags begannen wir thematisch nach einem Morgenlob und anschließendem Frühstück. Harald stellte uns dann aus einer Masterarbeit den Begriff „Othering“ vor. Im Gegensatz zu Martin Bubers vom „Du zum Ich“ wird beim Othering eine Grenze zwischen mir und Anderen gezogen und ich definiere mich durch Abgrenzung zu einem Du, das dabei abgewertet wird. Eine detaillierte Beschreibung des „Othering“ findet sich unter: Die Haltung des Othering

In einer Gebetszeit gingen wir Impulsfragen nach:

  • Wo in meiner Arbeit mit Flüchtlingen gilt es aufmerksam Veränderung herbeizuführen, um nicht im Fahrwasser des Othering mitzutreiben?
  • Wo nehme ich Formen der Unterdrückung als gegeben hin?
  • Wo in unserer Kirche und / oder unserer Gemeinschaft nehme ich ggf. die Kategorie des Otherings als auch die Form der Unterdrückung wahr?

Samstagmittag wurde in lockerer Runde in einem Erzählcafé von den Erlebnissen aus unserer Arbeit mit Geflüchteten erzählt. In einer Stillen Zeit und anschl. Zweiergespräch spürten wir der Frage nach inwieweit mich die biblischen Fluchtgeschichten oder das Beschäftigen mit dem Othering mir neue Impulse gibt, für meinen Einsatz für Menschen in Migration und Flucht.

O-Töne:

„Andersartigkeit darf sein, aber sie darf nicht abgewertet werden.“

„Es ist wertvoll Soziologie und Theologie zusammenzubringen.“

„Wir sollten die Wertschätzung für Andere hochhalten.“

„In der Stille kam in mir die Frage auf: Was steht mir zu? Und als Antwort kam ‚nichts‘, alles ist Geschenk und dass ich hier im reichen Europa lebe sowieso.“

„Welches Kirchenmodell möchte ich, die dienende Kirche wäre schön.“

„Wie kann ich zum Flüchtling, zum Bettler werden?“

Der Samstag wurde mit einer Eucharistiefeier und einem gemütlichem Ausklang beendet.

Wochenende “Von Flucht berührt” in Linz / Österreich (26.- 28 . April 2019)

Netzwerktreffen in Linz

Im schönen Linz trafen sich am letzten April-Wochenende Ehrenamtliche aus Österreich und Deutschland, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. In der Ankommrunde erzählten wir uns davon, wie wir zu diesem Engagement kamen und was wir von diesem Wochenende erwarten. Die meisten nannten hier den Austausch unter Gleichgesinnten, was teilweise nicht einmal in der Familie oder der Pfarrgemeinde möglich ist. Aber auch ein Austausch über “Best Practice” wurde gewünscht und fand sehr intensiv statt. Als Referentin war Sonja Scherzer aus Wien eingeladen, die die vielschichtige Arbeit im Integrationshaus vorstellte. Der damalige Bürgermeister von Wien sagte einfach “des moche mer” und dann entwickelte sich dieses Projekt Integrationshaus unter Federführung eines Vereins. Sonja erzählte uns von ihrer Devise “die Arbeit muss Spaß machen” und dass Kunsttherapie sehr wichtig ist, da sie sprachneutral stattfinden kann. Uns wurden sehr viele Praxisbeispiele aus Österreich vorgestellt und auch das Netzwerk “Menschenwürde Österreich”. In Wien gibt es auch ein Netzwerk von Pfarreien, die sich beim Thema “Flucht” engagieren und es finden regelmäßig Gottesdienste im Gedenken an die Verstorbenen auf der Flucht statt. Ich war tief beeindruckt wie viele tolle Initiativen es in Österreich gibt.

Es entstanden auch neue Ideen an unserem Wochenende. So regte eine Teilnehmerin an, warum nicht mal Flüchtlinge, die auf dem Land leben, nach Wien eingeladen werden und damit die Großstadt kennenlernen. Ebenso würden sich vielleicht Flüchtlinge aus der Stadt freuen die schönen Berge zu genießen. Wir nahmen auch wahr, dass sich Männer aus anderen Kulturen sehr schwer damit tun, dass sie in Europa nicht mehr die herrschende Stellung über die Frauen haben wie zuhause. Der Kontakt von deutschen Männern mit den geflüchteten Männern ist wichtig. Wie können wir den fremden Männern beim Ankommen in Europa helfen?

Wir hatten Samstagmittag zwei muslimische Frauen zu Gast, die uns von Ihren Ländern und Ihrem Ankommen in Österreich erzählten. Wir fragten sie welche Nachteile sie hier erleben und die Syrerin meinte, dass die Geduld der Einheimischen oft gering ist, wenn frau/man nicht so gut deutsch spricht. Leider wäre auch die Akzeptanz für das Tragen eines Kopftuchs gering und sie spüren viel Misstrauen wegen ihrer anderen Religion. Samstagabend waren wir zum Abendessen zu Gast bei der Linzer Community “Über den Tellerrand”. Dort kochen österreichische Menschen gemeinsam mit Flüchtlingen und wir bekamen ein sehr leckeres Essen serviert. Dort konnten wir auch den Mann und die vier Kinder der syrischen Frau kennenlernen. Über den Tellerand wurde 2013 in Berlin gegründet und es gibt auch eine Community in Karlsruhe.

 An diesem Wochenende erinnerte ich mich oft und gerne an die Entwicklung des AK Asyl in Ettlingen. Es war schon super, wie wir in Ettlingen die Herausforderungen gemeinsam annahmen und bewältigten.

Treffen des europäischen Migrations-Netzwerks in Barcelona (7.-9. April 2017)

SERVIR EN LAS FRONTERAS

heißt auf Deutsch AN DEN GRENZEN DIENEN; mit diesem Satz auf einem Armbändchen wurden wir in Barcelona begrüßt, wo wir uns mit 15 anderen Gesandten aus Europa trafen….

Ingrid und Patrick waren in Barcelona beim Treffen des europäischen Migrations-Netzwerk der GCL. Auf diesem Barcelona-Treffen wurde ein CORE-Team gebildet aus fünf GCLerInnen aus Italien, Frankreich, Spanien und Österreich. Dieses Team soll sich darum kümmern das Thema “Migration” auf der europäischen GCL-Ebene wachzuhalten und voranzutreiben.

Hier ein Link zu einem Erlebnisbericht.